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Reisetagebuch Bali - unser "Reise-Dieter" berichtet

geschrieben von matthes [200bar.de] 
Reisetagebuch Bali - unser "Reise-Dieter" berichtet
15.03.2010 09:40:17
Reisetagebuch Bali

Unser Reisespezialist Dieter Lehmann begleitet derzeit eine 19-tägige Gruppenreise nach Bali. Wie versprochen wird er während der Reise hier im Forum berichten.
Re: Reisetagebuch Bali - unser "Reise-Dieter" berichtet
15.03.2010 09:44:26
Hallo Sportfreunde,

nach 3 Flügen über Doha und Singapore nach Denpasar und 16 Stunden reine Flugzeit sind wir am 12.03. hier im Paradies angekommen. Das empfing uns gleich mit 30 Grad (abends 20:00h), so dass die Umstellung von unserer Heimattemperatur nicht so groß war ! Dann ging es noch 90 Minuten durch das nächtliche Bali und man bekam schon einmal einen Vorgeschmack, wodurch sich unser Straßenverkehr von dem Inselverkehr unterscheidet.

Die Lotus-Bungalows liegen direkt am Meer, so dass man die ganze Nacht diesen "Naturlärm" in Kauf nehmen darf. Nach einem Absacker an der herrlichen Poollandschaft ging es dann endlich nach 30 Stunden ohne wirklichen Schlaf in den Bungalow, um 7 Stunden später wieder aufzustehen, denn um 09:00 starteten wir zu unserer ersten Tauchtour.

Dazu fuhren wir mit 2 Kleinbussen (7 Taucher und Equipment) etwa 30 Minuten von Candidasa nach Padang Bai, wo die Tauchsafaris aller Basen der Ostküste starten. Nach kurzer Ausfahrt - das Boot hat 2 200PS-Motore - folgten 2 sehr schöne 45 Minuten Tauchgänge und wir erlebten mit den Gangga Divers einen Service wie ihn noch keiner von uns je auf einer Tauchbasis erlebt hatte. Das fing an mit der Abgabe der Schuhe am Strand, die man bei Wiedereinlaufen wieder übergeben bekam, über die Bordverpflegung, Flaschen, Weste und Automat waren bereits montiert und mussten nur noch vor dem Einstieg geprüft werden, und vor diesem bekam man noch die Flossen angezogen. Es gab im Prinzip nichts, aber auch gar nichts, um das man sich kümmern musste. Die beiden Tauchgänge am ersten Tag hatten eine gesunde Strömung auszuweisen, aber die Sicht, Korallen und Fischvielfalt übertrafen meine Erwartungen.

Das Resort wird von einem dänischen Ehepaar gemangt, die beide deutsch sprechen und einem im Prinzip jeden Wunsch versuchen zu erfüllen. Die Anlage ist sehr schön, viel Grün und exotische Pflanzen, die gekrönt wird von einer tollen Poolanlage, die direkt oberhalb des Meeres grenzt und u.a. eine riesige Liege von etwa 1,80 Breite und 4 m Länge aufweist auf der sich etliche Personen gemütlich ausruhen können - und das immer mit 1a Meerblick.

Heute der erste Tauchgang war für mich ein Traum. Kaum Srömung mit Sichtweiten von 25-30m, viel Fisch und viele Korallen - wie ein Aquarium. Der 2. war dann der erste richtige Höhepunkt, der Manta-Point. Da sich Manta und große Sichtweiten einander ausschließen, betrug sie an dieser Putzerstation nur etwa 10m. Aber wir bekamen tatsächlich alle 5 Minuten einen oder mehrere dieser "Taucherträume" zu sehen, deren Spannweite etwa 3-4m betrug. Nach 60 Minuten mussten wir dann leider erst einmal wieder raus. Auf der Rücktour gabe es dann noch einen Zwischenstopp in einer kleinen Traumbucht, wo es das tags zuvor bestellte Essen gab.

In unserer Gruppe sind 5 Männer und 2 Frauen. Die Damen waren sehr lange nicht tauchen, bzw. haben erst im vergangenen Jahr ihren OWD gemacht, so dass sich Jan selbst um die beiden kümmerte und sie sedhr vorsichtiog wieder an die Materie Wasser heranführte, was super klappte und Beiden ganz schnell die Angst nahm.

Morgen geht es nach Tauchgang Nr. 5 und 6 abends auf die "Piste", denn die Balinesen feiern den "Tawur Kesanga". Dann treffen sich abends die Bewohner aller Dörfer auf der Kreuzung der Hauptdorfstraßen und werden mit großen Figuren (Prinzip des rheinischen Karnevals) die Dämonen austreiben. Die Ogoh-ogoh Monster symbolisieren den schlechten Geist. Aber zu diesem Ereignis beim nächsten mal mehr. Es wird mit Sicherheit eine spannende Sache.

Gruß aus dem sonnigen, immer noch 30 Grad warmen Bali (wir haben es jetzt hier 18:30h Ortszeit)

Dieter
Re: Reisetagebuch Bali - unser "Reise-Dieter" berichtet
16.03.2010 11:49:56
Gestern hatten wir wiederum 2 sehr schöne Tauchgänge, von denen dann der letzte das absolute Highlight war. Alles an Korallen, was man sich so wünscht, Fisch ohne Ende (die reinste Fischsuppe) incl. mehrere Schildkröten und zum Schluss noch 3 Haie.

Vor dem Abendbrot ging es dann zum Umzug, den ich schon erwähnt hatte. Junge Männer in ihren indonesischen Trachten tragen riesige bunt bemalte Pappfiguren auf Bambusgestellen durch die Menschenmassen, die rechts und links der Straße stehen und werfen sich dabei immer hin und her. Zwischendurch werden ständig Knaller gezündet, das Ganze begleitet durch ein Gamelanorchester. Insgesamt waren es 15 Figuren, die man wirklich einmal gesehen haben muss und eigentlich nur durch Fotos beschreiben kann.

Heute ist Nyepi, der Tag der Ruhe. Das bedeutet, das kein Mensch auf die Straße darf, weder Balinese, noch Tourist. Auch kein Polizist! Lediglich die Dorfpolizisten dürfen kontrollieren, ob sich alle daran halten, Die Flughäfen sind geschlossen, auch alle Geschäfte, die Straßen in den Städten sind menschenleer. Wir dürfen nur auf dem Hotelgelände bleiben und nicht an den Strand. Das stelle man sich einmal in Deutschland vor.


Gruß

Dieter
Re: Reisetagebuch Bali - unser "Reise-Dieter" berichtet
17.03.2010 12:03:11
Hallo Sportfreunde,

gestern musste ich ziemlich plötzlich meinen Bericht hier abbrechen, da ich die Tastatur nicht mehr erkennen konnte. Grund: Der "Tag der Ruhe" endet damit, dass auf der gesamten Insel kein Licht angemacht werden darf, damit die bösen Geister denken, dass Bali jetzt unbewohnt ist. D.h., auch die Hotelanlagen liegen im Dunklen und da es gegen 18:30h dunkel wird, wurde es beim Abendbrot schon recht kompliziert, alles auf dem Buffet noch zu finden und die Kellnerinnen hatten einige Mühe, das Glas beim einschenken zu treffen.

Heute wieder um 08:00h Start zum Tauchen, wobei es dieses mal nicht zu unserem üblichen Abfahrtshafen ging, sondern nach Tulamben, wo das Wrack der "Liberty" liegt. Die wurde im Krieg von den Japanern abgeschossen, von den Amerikanern an Land geschleppt und 1963 bei einem Vulkanausbruch wieder ins Meer zurück gespült. Da es in wenigen Minuten von Land aus betauchbar ist, treffen sich dort natürlich zahlreiche Tauchbasen. Vom Parkplatz bis ans Meer sind es ca. 200m. Das Equipement wird von vorwiegend jungen Balinesinnen transportiert, die mal mit 2 Pressluftflaschen auf dem Rücken oder 2 gefüllten Tauchkisten auf dem Kopf und um den Hals einen Bleigurt die Strecke zurücklegen.

Am Wrack in 10-30m Tiefe erwartete uns zunächst ein riesiger Makrelenschwarm, dem dann noch Napoleon und Zackenbarsch folgten. Das Ganze bei einer Sicht von ca. 15m. Insgesamt machten wir hier 2 Tauchgänge bevor es wieder zurück zum Resort ging. Auf der etwa 1stündigen Fahrt passiert man herrliche Landschaften und als wir an einer Stelle anhielten, um einen Affen zu fotografieren, stürzten plötzlich 20-30 seiner Artgenossen vom Berg herunter, so dass unser Fotograf schnell zurück in den Kleinbus sprang.

Da wir 2 Jubilare hatten (20 und 50 Tauchgänge) war das Dekobier dann auch erst einmal gesichert. Bemerkenswert und unbedingt zu erwähnen ist noch der Sternenhimmel, der sich jeden Abend über uns auftut. Der Himmel ist regelrecht mit tausenden unterschiedlich hellen Lichtern überflutet.
Wettertechnisch ist auch alles im grünen Bereich, denn wir haben über und unter Wasser etwa 30 Grad und man sollte an Land bei direkter Sonneneinstrahlung schon sehr vorsichtig sein. Einstellige Sonnenschutzfaktoren könnten da das Nachsehen haben.

Morgen gehen unsere 7 Nichttaucher auf große Fahrt und haben sich einen Kleinbus gemietet (etwa 80 US$ für den ganzen Tag mit Fahrer gesamt!). Daher haben wir für Morgen 3 Tauchgänge geplant und ich bin gespannt. Bis jetzt jedenfalls wurden meine persönlichen Erwartungen in Sachen Tauchen in Bali weit übertroffen.
Re: Reisetagebuch Bali - unser "Reise-Dieter" berichtet
19.03.2010 07:59:29
Auch der vorletzte Tauchtag war wieder ein Genuss. Alle drei Tauchgänge fanden vor der nur von Einheimischen bewohnten Insel "Nusa Penida" statt. Es gab nichts Spektakuläres zu sehen, aber die Sicht war wieder wie im Aquarium und um uns rum war bunte "Fischsuppe" vom Feinsten. Wie auch bei den vorangegangenen Tauchgängen fand das Ganze in Tiefen zwischen 12 - 28 Meter statt, wobei wir vorwiegend im Bereich um 12 - 16 Meter unterwegs waren.

Unsere "Shopper" kamen dann alle gut bepackt nach uns ins Hotel und da sie genau so fertig waren wie wir, wurde der Pool einmal ausnahmsweise schon gegen 22:30h geräumt.

Heute nun letzter Tauchtag und Tauchgang 12 und 13. Wir hatten uns da einen bereits schon einmal betauchten Spot ausgesucht, der uns wegen seiner Korallenvielfalt und mehreren Haien gut in Erinnerung war. Auch beim ersten mal hatten wir zwar eine ständig wechselnde Strömung und ständig wechselnde Wassertemperaturen, aber heute erwartete uns stellenweise eine Waschmaschine. Wie immer tauchten wir in 2 Gruppen, die 2 Damen mit Jan, dem Chef der Base und wir mit Putu, unserem einheimischen Guide. Als wir nach 35 Minuten plötzlich unseren 5. Mann vermissten, stiegen wir dann langsam auf und verließen ausnahmsweise schon nach 45 Minuten das Wasser, während üblicherweise die Tauchgänge 60 Minuten dauern. Unser 5. war schon an Bord. Ihn hatte eine Strömung in die Tiefe gezogen und da die Sicht heute mit etwa 10m relativ schlecht war, hatte er uns schnell aus den Augen verloren. Nach Füllen seiner Tarierweste konnte er aber wieder die oberen Wasserschichten erreichen und setzte dann seine Rettungsboje, um dann aufgelesen zu werden. Diese Boje sollte man also immer dabei haben und ein Strömungshaken kann hier vor Bali auch ein sehr nützliches Utensil sein. Unsere beiden "Jungtaucherinnen", die auch mit in diesem Kessel waren, waren jedenfalls anschließend um eine Erfahrung reicher.

Heute, am letzten Abend hier in den "Lotus Bungalows", steht uns noch ein balinesicher Folkloreabend bevor, dessen Mitwirkende vorwiegend durch das hier tätige Personal gestellt werden. Morgen gegen 12:00h werden wir dann auf 2stündige Tour gehen und in einen anderen Teil der Insel wechseln, nach Jimbaran, wo der schönste Strand sein soll. Schau'n wir mal! Mit diesem Wechsel wollen wir den Interessen unserer 50% Nichtaucher gerecht werden, die hier bis dato auf einen Strand verzichten mussten und eigentlich ist die Insel selbst viel zu schön, als dass man sich nur mit der Unterwasserwelt beschäftigt. Wir alle werden also dann von dort noch einige Touren organisieren.

Fazit zu Lotus Bungalows:

Eine wunderschöne Anlage unter professioneller Leitung. Das Managerehepaar spricht perfektes Deutsch, beide sind sehr verantwortungsvolle Divemaster, was man auch ihren Tauchguides bescheinigen muss. Die Ausrüstung ist top, auf jeder Tour gab es Ersatz, z.B. bei Ausfall eines Automaten. Wir wurden unterwegs grundsätzlich mit ausreichend Wasser, Tee und Kaffe, sowie Kuchen und Bananen versorgt. Bei längeren Touren gab es eine tags zuvor bestellte zusätzliche Mahlzeit.

Die Bungalows haben Klimaanlagen, Kühlschrank und Fön, der Toilettenbereich ist im Freien, es gibt warmes und kaltes Wasser. Fernsehen gibt es weder in den Bungalows, noch in einem Fernsehraum, wurde aber auch von Keinem vermisst. Schlechte Karten haben Wurstesser zum Frühstück, da dieses nicht angeboten wird. Dafür kann man Eier in jeglicher Bearbeitungsform bestellen und die Toastscheiben mit Scheibletten (Käse) belegen. Da um 22:00h das Restaurant schließt, sollte man die für den Rest des Abends vorgesehenen Getränke vorher ordern und verbringt dann in der Regel die restliche Zeit am Pool.

Das solls erst einmal von hier gewesen sein und wir sind schon alle gespannt, was uns am "schönsten Strand von Bali" erwartet. Insbesondere, da jetzt die Messlatte schon ganz schön hoch liegt und wir bis dato trotz Regenzeit nur Sonnenschein hatten, der lediglich gestern einmal für wenige Minuten durch einen kurzen Regen bereichert wurde.

Grüße aus Bali,
Dieter Lehmann
Hallo Dieter,

hier ist die Nadine aus Grube. Ich habe heute Dank des Hinweises von Barbara das erste Mal das Taucher-Tagebuch gelesen. Mensch da bin ich ja froh, dass Vati (alias Rainer :-)) nun endlich die Manta-Rays gesehen hat.... :-)

Bitte sende ganz liebe Grüsse an meine Eltern. Hier ist soweit alles in Ordnung. Ich freu mich schon, wenn ich die beiden dann wieder am Flughafen abholen kann :-)

Bis bald,
Nadine
Re: Reisetagebuch Bali - unser "Reise-Dieter" berichtet
22.03.2010 23:16:21
ich möchte hier auch den Nyepi, den Tag der Ruhe haben zweimal pro woche wäre schon schön
Re: Reisetagebuch Bali - unser "Reise-Dieter" berichtet
23.03.2010 09:04:50
Dieser Reisebericht startet in einem Internetcafe, 1. Stock und mir läuft das (Schwitz)Wasser den Rücken runter. D.h., wir haben es immer noch extrem warm hier und das ganze bei hoher Luftfeuchtigkeit. Wie schon erwähnt, haben wir zwischenzeitlich das Hotel gewechselt und uns um einen Stern verbessert. Das "Keraton Jimbaran" ist um Längen "vornehmer" als unsere familiären Lotus Bungalows. Die 1stöckigen Gebäude sind in einem fast botanischen Garten verteilt, dessen Highlights die vielen Bonsai-Bäume sind, die entlang der Wege drapiert wurden. Obwohl wir alle 14 Superior-Zimmer gebucht und bezahlt haben, wurden einige von uns wegen Ausbuchung dieser Zimmerkategorie in höhere Klassen upgegradet. Das gab anfangs ein wenig Stress bei den "Benachteiligten" hat sich aber inzwischen normalisiert. Ich gehöre zum Glück zu den "Verlierern".

Die Zimmer sind o:k. mit AC und Fernseher mit dtsch. Welle, Moskitonetz, Kingsize-Bett, Tresor. Das Frühstück ist hier ein wenig umfangreicher als im Lotus und das Servicepersonal hat sich vervierfacht. Der "schönste Strand Balis" ist bei Flut breit und bei Ebbe sehr breit, das Meerwasser alles andere als erfrischend, denn es liegt bei ca. 30 Grad. Das ist aber immer noch kälter als der riesige Pool, denn bei dessen Einstieg hat man das Gefühl in eine große Badewanne zu steigen, die mit ca. 34 Grad gut vorgewärmt ist. Fehlt eigentlich nur noch das Badeshampoo.

Unter Bäumen gut geschützt, stehen zahlreiche Liegen am Strand, von denen aber nach dem Frühstück bereits ein großer Teil von unserern stark vertretenen russischen Mitbewohnern per Handtuch als reserviert erklärt wurden. Auch wenn deren "Besitzer" dann erst wieder nach 6 Stunden auftauchten.

Nachdem wir die Preise hier im Hotel studiert hatten, die deutlich über denen des Lotus liegen, zogen wir es vor, das erste Abendessen außerhalb zu nehmen. Direkt neben unserem Hotel liegt eine große Gaststätte, wo wir z.B. für einen hervorrragenden "White Snapper" etwa 10 EUR bezahlten. Die Tische stehen am Strand und damit ergibt sich natürlich eine super Atmosphäre für so ein Dinner im Freien. Da daneben gleich das nächste Restaurant liegt und sich das Ganze über einige Kilometer hinzieht, sitzen abends tausende von Leuten am Strand - allein dieser Anblick hat schon irgend etwas Kitschiges. Gestern abend machten wir dann den Fehler ein Stückchen weiterzulaufen, hatten dann Sitzkissen, eine Lampe mehr auf dem Tisch und Folklore vor und um uns rum. Dafür war hier der White Snapper doppelt so teuer.

Heute dann Shopping-Tag in Kuta, in der größten Shopping-Mail der Stadt. Hier machte aber selbst mir als eigentlicher Shopping-Verweigerer das Einkaufen Spaß und ich bin um einige Hemden und T-Shirts reicher. Die Taxe vom Hotel zum Center kostete nur etwa 4 EUR, so dass das ein erschwingliches Vergnügen war, zumal die Preise für Textilien schon deutlich unter unsrigen liegen.

Ein anderer Teil unserer Gruppe machte dann noch einen Abstecher zum Tempel von Tanah Lot Wassertempel. Dafür hatten sie auf der Straße ein Auto gemietet und einen Preis von 300.000 Rp. ausgemacht. Das sind etwa 24,- EUR für den ganzen Tag Miete.

Morgen geht es mit 5 VWKübeln auf eine 10stündige Tagestour. Veranstalter ist ein Österreicher, mit dem ich im Vorfeld schon Kontakt aufgenommen hatte und der auch persönlich als Reiseleiter fungieren wird. Bekocht werden wir unterwegs von seiner Frau. Ich bin gespannt.

Gruß


Dieter
Re: Reisetagebuch Bali - unser "Reise-Dieter" berichtet
25.03.2010 12:23:17
... und wieder sitze ich an meinem Traumarbeitsplatz. Während es hier jetzt bereits 10:00h ist, habt Ihr vermutlich gerade Eure Tiefschlafphase (03:00h). Neben mir ein gut gekühltes "small Bintang" für 20.000 Rupien (etwa 1,60 EUR), vor mir das Meer und über meinem "Arbeitsplatz" im ersten Stock des Internetcafes ein Dach, womit die 30 Grad erträglich werden. Das Bier ist eigentlich nur eine Reminiszenz an die Betreiber, denn der Internetzugang ist hier kostenlos - im Gegensatz zu unserem Superhotel, wo alles irgendetwas kostet.

Wie sie damit zurechtkommen vermag ich noch nicht zu erkennen, denn jeden Abend tritt eine regelrechte Massenflucht zu den bereits erwähnten benachbarten Restaurants ein. D.h. in der Strandbar treffen sich nur die Kellner und einige Fußlahme und der Rest bevorzugt niedrigere Preise und exisites Flair am Strand. Auch am Tage meiden wir die Angebote der Bar, denn hier kostet ein "Bintang" (einheimisches Bier) 4x so viel (!) wie 20m weiter an drei, von jungen Balinesinnen betriebenen, Kiosken. Die begrüßen uns mittlerweile schon mit Vornamen und locken (jede hat ja schließlich 2 Mitwettbewerber) mit kleinen Geschenken in Form von Früchten. Da die Dritte kaum in Erscheinung trat, blieben 2 übrig, bei denen ich nun abwechselnd einkaufe.

Vorgestern hatten wir den angekündigten 10stündigen Tagestrip mit Gery Nutz. Gery ist ein mit einer Balinesin verheirateter Österreicher, der hier schon seit über 20 Jahren wohnt und inzwischen auch die indonesische Staatsbürgerschaft hat. Ausgegraben hatten wir ihn im Internet über Google unter www.bali-vw-tours.de. Nachdem ich bereits in Deutschland Kontakt mit ihm aufgenommen hatte und wir dann hier vor Ort noch einmal kommunizierten, einigten wir uns auf letzten Dienstag, da es auch der einzige Tag war, wo Gery uns persönlich begleiten konnte, worauf ich viel Wert legte.Von den 8 unterschiedlichen Touren, die angeboten werden, entschlossen wir uns für Tour 2, das "versteckte Bali". Ich erspare mir jetzt die komplette Tourenbeschreibung, die Ihr auf benannter Homepage einsehen könnt, hier nur eine kurze Zusammenfassung: Um 07:00h wurden wir mit vier 40 Jahre alten VW-Kübelwagen (VW 181) abgeholt, Gery stieß später mit einem fünften dazu, so dass in jedem Fahrzeug neben dem Fahrer nur 2-3 Passagiere waren. Zunächst ging es aber durch eine Rush Hour, wie ich sie bis dato noch nicht erlebt hatte, denn wir begegneten tausenden vom Mopeds, die uns entweder entgegenkamen oder von denen wir umzingelt waren. Es war unglaublich wie sich diese Riesentrauben von Zweiradfahrzeugen wie ein Makrelenschwarm durch die PKW''s schlängelten und ohne dass wir bis dato auch nur einen einzigen Verkehrsunfall gesehen haben. Ich hoffe dass unsere Videos das Ganze halbwegs realistisch widergeben können. Ich stieg natürlich in Gerys Kübel, denn ein wichtiges Element meiner Reisen ist ja, etwas über Land und Leute zu erfahren und da war Gery natürlich der optimale Ansprechpartner. Sicher auch unter dem Aspekt, dass wir auch künftig zusammen arbeiten können, hatten wir jedenfalls eine sehr interessante Tour und bei jedem Zwischenstopp gab es sehr viel Wissenswertes über Flora und Fauna und über typisch Balinesisches zu erfahren. Wir schlängelten uns auf schmalen Pfaden mit den Kübeln durch herrliche Reisterassenlandschaften, besuchten einen balinesischen Dorfmarkt auf dem einige "Mutige" von uns den frittierten Reiswurm kosten durften, es gab Spaziergänge mit Pflanzenkunde, eine Regenwaldwanderung, Fahrten durch versteckte Bergdörfer und endete in einem, von heiligen Affen bewohntem Muskatnusswald. Um 17:00h wurden wir nach diesem erlebnisreichen Tag wieder am Hotel abgeliefert. Das Ganze für 39,- EUR p.P.(incl. Mittagessen, das von Gerys Frau und ihren Nachbarinnen zubereitet wordenb war)

Da war natürlich gestern erst einmal Ruhe angesagt. Nachdem das Meer 2 Tage vorher, also am Montag, sehr warm (vermutlich leicht über 30 Grad) war und die Strömung diversen Unrat vor unsere Küste trieb, was das Baden/Schwimmen nicht unbedingt förderte (wer schwimmt schon gern durch Plastikmüll), gab es gestern keinerlei Beanstandungen. Etwas kühler als sonst und kaum Wellengang sorgten dafür, dass man dieses Element kaum verlassen wollte. Ich entschloss mich dann auch zu einer etwas entfernt liegenden Bucht zu schwimmen, über der eine riesige Ferienanlage trohnte. Das dauerte eine Stunde, aber dafür wusste ich dann, das es sich um das "Four Seasons Resort" handelte, wo die Nacht zwischen 510,- und 680,- US$ kostet. Der Rückweg am Strand dauerte nur 20 Minuten.

Für mich ist heute wieder Strandtag (in ca. 2 Tagen ein Buch und wir haben zum Glück alle reichlich davon mitgenommen), einige sind wieder shoppen in Kuta und Einige haben sich für eine Vulkanbesteigung heute Nacht entschlossen. Das läuft wieder über Gery und Abholung hier im Hotzel ist 02:00h.

Bisheriges Fazit: Schön, sehr schön und das einzige was mir fehlt ist (wie bei jeder Reise) deutsches Brot und Wurst zum Frühstück. Aber mit diesem Manko kann ich durch aus noch einige Tage leben.

Grüße aus der Ferne,
Dieter
Re: Reisetagebuch Bali - unser "Reise-Dieter" berichtet
29.03.2010 08:05:46
Heute Abend (Montag) geht es also wieder zurück in den deutschen Regen (hatte gestern abend mit meiner Tochter über Skype telefoniert, daher die Kenntnis der aktuellen Wetterlage) aber es ist kaum zu glauben - wir alle freuen uns darauf, denn von der unerträglichen Hitze haben wir langsam die Nase voll. Ich sitze jetzt hier morgens um 10:00h in meinem Internetcafe und mir läuft der Schweiß in Strömen über das Gesicht. Selbst den Balinesen ist es derzeitig zu warm, zumal es lange her ist, dass es das letzte mal geregnet hat. Seit meinem letzten Lebenszeichen hat sich nicht so sehr viel getan, denn wir konzentrieren uns auf unsere mitgebrachte Literatur, Strand und Meer. Wem die Literatur ausgegangen ist und die der Mitreisenden auch schon bearbeitet wurde, kann sich hier im Hotel auf einem "Wühltisch" bedienen, denn viele Reisende lassen ihre Bücher im Interesse eines reduzierten Reisegepäcks hier zurück.

Für die Einnahme des Abendessens gibt es, wie schon erwähnt, diverse Möglichkeiten außerhalb des Hotels. Vor 3 Tagen hatten wir eine neue erschlossen, indem wir uns im Restaurant von "Anitas Schwager" einfanden. Anita ist unsere pfiffige Getränkeverkäuferin (die mit dem zusätzlichen Obst) und das "Restaurant" haben wir durch Zufall gefunden, obwohl wir täglich an dem Werbeschild vorbeilatschten. In der Regel ist hier die ganze Sippe in irgendeiner Form in die Dienstleistungen eingebunden. Einer verkauft Getränke, der zweite schafft die Fische ran, der Dritte hat ein Fahrzeug anzubieten, mit dem man dann Exusionen machen kann usw. Jedenfalls wollten wir mal eine neue Speisekarte sehen und der Versuch hat ganz gut geklappt. Natürlich war bei etlichen Gerichten gerade "Finish", aber es war immer noch ausreichend Neues im Angebot.

Gestern entschloss sich ein Teil unserer Gruppe noch einmal zu einem Schnorchelausflug. Na ja! War ja nett gemeint und kostete 15,- EUR, aber der große Brüller war es nicht. Auch wenn das Ganze noch mit dem Besuch der "Schildkröteninsel" verbunden war. Man stelle sich vor: ca. 8 Boote (vorwiegend Japaner) legen am Ufer an, dann geht es durch eine kleine Pforte zu einem Wasserbecken voller Schildkröten. Die darf man dann rauswuchten und für das "Posing" in die Höhe recken. Dasselbe Schicksal erleiden Flughunde und Phyton, um zu Hause den Freunden und Verwandten als digitales Erlebnis präsentiert zu werden. Und dafür wurde man dann auch gleich massiv um Spenden "gebeten". Von mir war leider nichts zu erwarten, da ich sofort den Rückzug antrat, nachdem ich kurz darauf hinwies, dass ich ich die Tiere lieber in Freiheit sehe und von dieser "Show" nicht so sehr viel halte, muss aber zugeben, dass wir uns (zusammen mit meiner Ehefrau) bei unserem ersten Besuch auf dieser "Farm" vor etwa 7 Jahren uns ähnlich verhielten. Seitdem hat sich aber meine Sicht der Dinge drastisch verändert.

Obwohl der Strand hier vor Jimbaran der schönste sein soll (und sicherlich auch ist), gibt es Tage, wo das Baden deutlichen Einschränkungen unterworfen ist. So einer war gestern. Zum zweiten mal während unseres 8tägigen Aufenthaltes trieb uns die Strömung hunderte toter Fische (merkwürdigerweise nur eine bestimmte Fischart) an den Strand bzw. vor die Füße. Da auch im Meer kleinere "Teppiche" dieser toten Fische unterwegs waren, hatte Niemand das Bedürfmnis in dieser Fischsuppe auch noch baden/schwimmen zu gehen. Erst am späten Nachmittag gegen 17:00h wagten einige von uns ein Bad zu nehmen und es war auch kein einziger toter Fisch im Meer zu sehen. Da es hier aber keine Möven o.ä. veranlagte Vögel gibt, die den Strand "beräumen", werden die Kadaver wohl noch eine Weile vor sich hin vertrocknen.

So liebe Freunde, das war die letzte Seite meines Reisetagebuches 2010, dieses mal aus Bali. In jedem Fall war es eine sehr schöne und abwechslungsreiche Reise und ich bin froh dabeigewesen zu sein. Insbesondere, da ich doch mit vielen Erfahrungen und Tipps zurückkomme, die künftigen Reisenden in vielen Situationen sehr hilfreich sein können. Ab Mittwoch, dem 31.03.10 findet Ihr mich in meinem Büro wieder, allerdings (wenn alles geklappt und Jürgen sein Werk vollendet hat) nicht mehr im ersten Stock des Tauchladens, sondern unten, neben der Cafebar. Bis dann also.

Gruß

Dieter
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