Lachse allgemein sind Fische der Gattungen Salmo, Salmothymus und Oncorhynchus aus der Familie der Forellenfische (Salmonidae). Hier geht es speziell um den Atlantischen Lachs (Salmo salar).
Der Atlantische Lachs ist ein anadromer Wanderfisch. Dies bedeutet, dass er zum Laichen aus dem Meer kommend die Flüsse aufwärts wandert. Im Gegensatz dazu der Aal als katadromer Fisch, der zum Laichen zurück ins Meer wandert. Der Lachs steigt im Herbst die Flüsse auf und laicht dort auf kiesigem Grund von Oktober bis Januar in selbst gegrabenen Laichgruben. Die geschlüpften Jungfische halten sich zunächst im Süsswasser auf und wandern nach 1-5 Jahren bei einer Länge von 12-15 cm flussabwärts. Die nächsten Jahre (2-4) leben die Tiere im Nordatlantik und erreichen dort Längen von 1,5 m. Dann steigen sie wieder in die Flüsse auf und der Kreis des Lebens schließt sich.
Der Lachs war bis ins 20. Jahrhundert in Deutschland weit verbreitet. Der Rhein galt als lachsreichster Fluss Europas. Zunehmende Gewässerverschmutzung und vor allem die Gewässerverbauung drängten den Wanderfisch derartig zurück, dass um 1950 auch die letzten Lachse aus dem Rhein verschwanden. Seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts im Rhein und den 90er Jahren in der Elbe (Elblachs 2000) gibt es Bestrebungen, den Lachs in Deutschland wieder heimisch zu machen. Es sind langwierige Bemühungen notwendig, um dieses Ziel zu erreichen. Neben der entsprechenden Gewässergüte, muss eine Passierbarkeit der Wanderwege garantiert werden. D.h. künstliche Hindernisse müssen beseitigt bzw. durch geeignete bauliche Massnahmen (Fischtreppen) substituiert werden.
Am Rande: Das was man als "Seelachs" in verschiedenen und mehr oder weniger noch fischähnlichen Formen kaufen kann ist übrigens kein Lachs, sondern Köhler (Pollachius virens), welcher wiederum aber zur Familie der Dorsche zählt.
Text: © Michael Glitschka
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