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1. Halbgeschlossen mit festem Flow / feststehendes Mischgas:
Basierend auf den Berechnungen des Sauerstoffbedarfs in den Gegenlungen für das geplante Tauchprofil wird bei dieser Konfiguration
der Flow des Mischgases an der Oberfläche fest eingestellt. Die wesentlichen Parameter des Tauchprofils sind hier also abhängig vom
benutzten Mischgas, von der Sauerstoffkonzentration, dem Dekompressionsprofil, sowie den Erfordernissen für den Notfall, falls auf
das offene System gewechselt werden muss. Letzteres gilt nicht, wenn das Gerät mit zwei Flaschen getaucht wird, wobei die zweite
Flasche ausschließlich für den Notfall beziehungsweise für die Nutzung als offenes System bereit steht.
Natürlich kann der Rebreather auch mit einer Kontrolleinheit für das benutzte Mischgas ausgestattet werden, welche optional erhältlich ist.
Diese ist jedoch beim Voyager1 von der Funktion des Kreislaufgerätes unabhängig, da das Gerät vollständig mechanisch arbeitet.
Die Instrumente haben lediglich die Aufgabe, den Benutzer über die tatsächliche Sauerstoffkonzentration zu informieren. Möglich sind
hier Geräte vom einfachen O2-Analysator zur Kontrolle des PpO2 bis zum Tauchcomputer für Nitrox und Trimix-Gemische.
2. Halbgeschlossen mit variablem Flow / feststehendes Mischgas:
Beim Voyager1 kann der Flow aber auch während des Tauchgangs verändert werden. So ist es auch mit einem feststehenden Mischgas
möglich, den PpO2 durch die Flow-Kontrolle anzupassen. Diese Konfiguration hat den offensichtlichen Vorteil, dass durch eine
Vergrößerung des Flow eine größere Menge O2-reichen Gases bereitgestellt werden kann, wodurch der PpO2
ansteigt (Deko-Phase / flaches Wasser). Im gegenteiligen Fall - durch verringern des PpO2 - wird der Einsatzbereich des Gerätes
vergrößert. Dies muss natürlich durch geeignete Instrumente für PpO2 und Deko überwacht werden. Für ein Maximum an
Zuverlässigkeit wird ein einfacher mechanischer Flow-Controller verwendet. Er besteht aus einem kegelförmigen Pin, der in einem
runden Loch arbeitet. Wird der Abstand des Pins zum Loch vergrößert oder verringert, vergrößert
bzw. verringert man den Gasfluss, wodurch der Flow reguliert wird. Der Abstand wird durch ein Feingewinde reguliert, das eine sehr
präzise Einstellung ermöglicht.
3. Halbgeschlossen mit variablem Flow / unterschiedliche Mischgase:
Die Funktionen des Voyager1 sind hierbei die gleichen wie oben beschrieben. Der Unterschied bei dieser Art der Nutzung ist die
Auswahlmöglichkeit der eingesetzten Gase. In dieser Konfiguration werden zwei Flaschen mit der entsprechend dem Tauchprofil
benötigten Kapazität angebracht und an die Flow-Kontrolle angeschlossen. Dies wäre z.B. ein Bottom-Gas (z.B. Trimix), sowie
ein weiteres Gas mit hohem O2-Anteil für die Dekompression. Der Nutzer kann durch Bedienung der Ventile am Flow-Controller
das gewünschte Gas zu erhalten.
4. Geschlossen mit variablem, mechanisch reguliertem Flow / unterschiedliche Mischgase:
In dieser Konfiguration werden zwei Flaschen montiert. Eine mit reinem Sauerstoff, die zweite mit dem Gas, welches für das geplante
Tauchprofil eingesetzt werden soll (Luft, Nitrox, Trimix, Heliox). Das Vorgehen ist dabei sehr einfach: Durch möglichst genaue
Anpassung des Flows an der Oberfläche an den persönlichen Verbrauch und durch Ausgleich der Gegenlungen während des Abstieges mit
dem Mischgas, wird nur die Menge Sauerstoff hinzugefügt, die vom Körper wirklich verbraucht wird. Dadurch wird das Atmen
eines gleich bleibenden Mischgases im geschlossenen System erreicht. Anhand der Instrumente kann der Flow während des Tauchgangs
korrigiert bzw. weiter optimiert werden. Wenn der Flow einmal an die ideale Rate angepasst ist, wird die Mischung konstant
sein. Natürlich ist es z.B. für die Dekompression möglich, die Mischung durch verändern des PpO2 bzw. durch öffnen / schliessen
der Flaschenventile anzupassen (siehe auch Punkt 5.). All das wird selbstverständlich durch entsprechende Instrumente überwacht. Das offene System für
den Notfall ist bei dieser Konfiguration mit dem Bottom Mix verbunden.
5. Geschlossenes Sauerstoffkreislaufgerät:
Wenn nur Sauerstoff im Kreislauf benutzt wird, wird der Rebreather zu einem reinen Sauerstoffkreislaufgerät. Das Voyager 1
ermöglicht sogar den Wechsel während eines Tauchgangs im geschlossenen System mit verschiedenen Mischgasen.
Die Gegenlungen werden von dem benutzten Mix gereinigt indem sie ausschließlich über das Sauerstoffventil gefüllt werden. Unter
Beibehalten des konstanten Flows auf der Basis des Stoffwechselverbrauchs entsteht so ein reines Sauerstoffkreislaufgerät und
damit die Möglichkeit, die Vorteile einer Dekompression mit 100% Sauerstoff zu nutzen.
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