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Gesellschaft zur Rettung der Delphine -
Weltumsegler wird Delphinretter

Delfine sind durch unselektive Fischereimethoden sowie durch rücksichtslose Ausbeutung mariner Ressourcen stark gefährdet. Sie werden millionenfach in Treibnetzen erstickt, von Schadstoffen im Wasser vergiftet, als Delikatesse verspeist, von Fischern als Konkurrenten getötet, aus sportlichen Gründen gejagt, für militärische Zwecke mißbraucht, zu Fisch- und Tierfutter verarbeitet und als Showstar in enge Becken gesperrt. Die GRD ist die einzige Naturschutzorganisation Deutschlands, die sich schwerpunktmäßig für den Schutz wild lebender Delfine und den Erhalt ihrer Lebensräume einsetzt. Informieren Sie sich in diesem Artikel über die Schutzprojekte dieser Organisation und lesen Sie, wie Sie sich für den Delfinschutz einsetzen können.


Weltumsegler wird Delphinretter

Weltumsegler Rollo Gebhard Kein Weg war ihm zu weit, kein Ziel zu fern: Rollo Gebhard war der erste Deutsche, dem es gelang, die Erde zweimal allein zu umsegeln. Mit seiner Frau Angelika Zilcher startete er 1983 zur dritten Erdumrundung. Doch die Reise endete fast mit einer Katastrophe. "Vor Alaska blieb unser Boot bei Windstärke fünf plötzlich stehen, ohne ein Geräusch, ohne einen Ruck. Eine unsichtbare Kraft hielt uns fest. Wir hatten uns in einem Treibnetz verfangen", erinnert sich Gebhard. Das Hindernis, das sein Schiff beinahe zum Kentern brachte, ließ ihn nicht mehr los: "Unbemerkt von der Öffentlichkeit findet auf den Weiten der Meere ein unvorstellbares Massaker statt. Jedes Jahr verenden jämmerlich hunderttausende Delfine und andere Meerestiere in Treibnetzen und anderem, ähnlich wirkenden Fischereigerät. Es ist meine Verpflichtung, den Delfinen, treuen Begleitern auf all meinen Reisen, zu helfen". Unmittelbar nach seiner Rückkehr 1991 gründete er gemeinsam mit seiner Frau die gemeinnützige Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD). Bis heute ist sie die einzige Naturschutzorganisation Deutschlands, die sich schwerpunktmäßig für das Überleben wild lebender Delfine einsetzt. Für den Seefahrer begann damit die schwerste Aufgabe seines Lebens: Delfine zu schützen und die fast unsichtbaren feinmaschigen "Mauern des Todes" aus Nylon aus den Weltmeeren zu verbannen.


Der Kampf gegen die Treibnetzfischerei

Nach zähen Verhandlungen mit der deutschen Thunfisch-Industrie konnte Rollo Gebhard mit seiner von Wind und Wellen gestählten Ausdauer bald wichtige Erfolge erzielen. Bis heute verpflichteten sich über 95% der deutschen Thunfisch-Importeure, keinen mit Treibnetzen gefangenen Thunfisch mehr zu verarbeiten oder zu importieren. Die GRD publiziert dazu eine Verbraucherliste mit "delfinsicherem" Thunfisch und kontrolliert die Einhaltung der Bestimmungen. Damit ist Treibnetzware heute in Deutschland so gut wie unverkäuflich. Und es ist nicht zuletzt dem nie nachlassenden Druck der GRD zu verdanken, daß die EU 1998 endlich ein vollständiges Treibnetz-Verbot ab dem Jahr 2002 beschloss.

Wichtiger Hinweis:

Logos und Aufdrucke auf Thunfischkonserven wie z.B. "delphinfreundlich gefangen" oder "dolphin friendly" sind nicht geschützt und werden möglicherweise auch von Thunfischimporteuren verwendet, die nicht dem Kontrollprogramm angeschlossen sind. Berücksichtigen Sie deshalb beim Kauf nur die auf der Homepgae der GRD angeführten Thunfischmarken und -importeure, die Daten werden regelmäßig aktualisiert.

Zur Liste der bestätigten Thunfischmarken

Treibnetzfischerei Ein Fangschiff legt ein langes Netz aus, das an der Wasseroberfläche von Schwimmern gehalten und am unteren Ende von Gewichten gespannt wird. Das Treibnetz wird nicht nur Speisefischen zum Verhängnis, sondern auch Delfinen und Meeresschildkröten. Ein einziges Treibnetz kann über 100km lang sein. Das Material ist feines Nylon. Selbst mit ihrem Ultraschall können es Delphine nicht erkennen. Jedes Tier stirbt. Verheerende Folgen haben auch im Meer verlorene oder gekappte Treibnetze. Solche Geisternetze verrotten nicht und töten sinnlos jahrelang weiter!


Im fernen Peru setzt sich die GRD gegen den Verzehr von Delfinen ein

Ganz Südamerika ist eigentlich fast ein weißer Fleck im Delfinschutz. Wenig wird hier für die intelligenten Meeressäuger getan und besonders in Peru sterben Tausende beim Fischfang oder durch direkte Jagd. Denn leider sehen viele Peruaner Delfine gerne auf ihren Speisetellern. In allen Küstenhäfen und Märkten wird Delfinfleisch angeboten, entweder als Frischfleisch, das sogenannte "chancho marino" (Seeschwein), zu einem relativ niedrigen Preis oder, salzgetrocknet, als "muchame", einer teuren Delikatesse. Seit 1999 unterstützt die GRD die peruanische Naturschutzorganisation ACOREMA. "Ihr ist es zu verdanken, dass die Regierung Perus 1994 ein Gesetz erließ, das Fang und Handel von Kleinwalen verbietet und Verstöße mit Gefängnisstrafen bis zu 3 Jahren ahndet. Zwar sank dadurch und durch die beharrliche Öffentlichkeitsarbeit von ACOREMA die Fangrate, die früher zwischen 15 000 und 20 000 Delfinen lag, doch immer noch werden die kleinen Meeressäuger in großer Zahl getötet", berichtet GRD-Biologin Denise Wenger Hier setzt die von der GRD finanziell geförderte Arbeit von ACOREMA an. Durch Überwachung der Schutzgesetze sowie Öffentlichkeitsarbeit im eigenen Meeresinformationszentrum in der Küstenstadt Pisco sollen Delfine endgültig vom Speiseplan verbannt werden.


Delfinschutz in Kroatien

Entlang der Küste Kroatiens lebt eine kleine residente Population Großer Tümmler. Sie sind die letzten Delfine, die in der Adria überlebt haben, ihr Bestand wird auf nur noch etwa 220 Tiere geschätzt. Diese Zahl ist kritisch. Besonders angesichts der Gefahren, wie Fischernetze, Tötung durch Fischer wegen angeblicher Nahrungskonkurrenz oder Wassersportaktivitäten wie Schnellboote und Jet-Skies, denen die Tiere bislang schutzlos ausgesetzt sind. Die GRD will jetzt gemeinsam mit engagierten Wissenschaftlern und Studenten aus Zagreb die Adria-Delfine vor dem Aussterben retten. Ziel ist die Einrichtung eines oder mehrerer Schutzgebiete. Hier werden dann Fischerei oder Wassermotorsport verboten sein. "Um dies zu erreichen, müssen die für Vermehrung und Ernährung der Adria-Tümmler wichtigen Gebiete durch regelmäßige Patrouillenfahrten lokalisiert werden. Erst wenn wissenschaftlich abgesicherte Daten vorliegen, wird die kroatische Regierung die dringend notwendigen Schutzgebiete ausweisen", so Ulrike Kirsch, Leiterin des "Adria-Projekts". Parallel dazu will man durch Öffentlichkeitsarbeit, wie der Verteilung von mehrsprachigen Flugblättern, Postern und Informationsveranstaltungen in der Bevölkerung und bei Touristen ein besseres Verständnis für Delfine und den Schutz ihrer Lebensräume schaffen. "Wir hoffen, bald die notwendige Ausrüstung, unter anderem ein Patrouillenboot, nach Zagreb liefern zu können", sagt Ulrike Kirsch. "Es bleibt zwar nicht mehr viel Zeit, aber wir haben die Chance, das Verschwinden der letzten Meeressäugerart in der kroatischen Adria aufzuhalten".

So unterstützen Sie dieses Projekt:

Zur Finanzierung dieses Schutzprojektes wurde die Aktion "Zeigen Sie Flagge" ins Leben gerufen. Für 25,-DM incl. MwSt. zuzügl. Versandkosten können Sie die Delphin-Flagge "Für Meer Leben" (Format 30*45) bei der GRD bestellen. Mit der Lieferung erhalten Sie eine Rechnung, die innerhalb von 10 Tagen ohne Abzug zu bezahlen ist. Der Reinerlös durch den Verkauf der Flagge kommt vollständig diesem Projekt zugute.

So können Sie diese schöne Flagge bestellen:
  • direkt auf der Homepage der GRD unter www.delphinschutz.org
  • bei uns im Geschäft liegen auch Bestellkarten aus
Für Meer Leben

Weltweite Proteste helfen Walen und Delfinen

Neben den wichtigen Schutzprojekten setzt sich die GRD weltweit für das Überleben von Walen und Delfinen ein. Der junge Münchner Verein hat dabei schon beachtliche Erfolge erzielt. Sei es beim Protest gegen den Bau einer Salzgewinnungsanlage in der Kinderstube der Grauwale in Mexiko, bei der Finanzierung erster konkreter Schritte zum Schutz der drei stark bedrohten Kleinwalunterarten des Schwarzen Meeres oder beim Kampf gegen sogenannte "Horror-Delfinarien" in Mexiko, Zypern, in der Dominikanischen Republik und anderswo.

"Für Meer leben", so läßt sich das Motto der kleinen, aber sehr engagierten GRD-Crew umschreiben. "Denn", so Rollo Gebhard, "Um Hilfe können Delfine und Wale nicht rufen. Aber ihre Signale sind unüberhörbar, die Zahl fast aller Delfin- und Walarten geht zurück".


Zeigen Sie Flagge - so setzen Sie sich für den Delphinschutz ein:

  • Durch die oben beschriebenen Erfolge ist es nicht mehr notwendig, ganz auf den Verzehr von Thunfisch zu verzichten. Beachten Sie beim Kauf aber unbedingt die von der GRD veröffentlichte Liste der bestätigten Thunfischmarken. Informieren Sie auch Ihre Sportfeunde von dieser Notwendigkeit.
  • Sollten Sie im Urlaub an der Beobachtung wild lebender Delfine interessiert sein, dann beachten Sie bitte die weiter unten gegebenen Verhaltensregeln.
  • Die GRD informiert auf ihrer Homepage auch über aktuelle Protestaktionen. Finden Diese Ihren Zuspruch, dann ist es sehr einfach diese Petitionen durch eine Protestmail an die Verantwortlichen zu unterstützen. Sie denken das bringt nichts? Irrtum: So eine Gemeinschaftsaktion der Delfinfreunde konnte z.B. die Eröffnung eines Mini- Delphinariums im ägytischen Hurghada verhindern!
  • Die Arbeit der GRD ist auch auf die finanzielle Unterstützung der Delfinfreunde angewiesen. Dafür gibt es folgende Möglichkeiten:
    • Kaufen Sie die Flagge zur direkten Unterstützung des Adriaprojektes
    • Die Spende eines Betrages Ihrer Wahl
    • Für Beiträge ab 60,-DM im Jahr können Sie Förderer / Förderin der GRD werden
    • Übernehmen Sie eine Delfin-Patenschaft. Sie können sich online "Ihren Delfin" aussuchen

  • Das Infoblatt "Delphinpost" und Vordrucke für Ihre Spenden liegen auch bei uns im Geschäft aus
Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.
Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD)
Kornwegerstr. 37 - 81375 München
Tel.: 089 - 74 16 04 10
Fax: 089 - 74 16 04 11

www.delphinschutz.org
info@delphinschutz.org


Verhaltensregeln gegenüber Walen und Delfinen in Freiheit

Voraussetzung für eine Begegnung mit Walen und Delfinen in Freiheit sollte immer der Respekt vor den Tieren sein und das Bewusstsein, dass man sich als Gast in ihrer Welt und in ihrem Lebensraum aufhält. Durch Ihr Verhalten können Sie entscheidend dazu beitragen, dass z.B. die Adria-Delfine eine Überlebenschance haben und die Begegnung mit ihnen nicht zu einer zusätzlichen Belastung und Gefährdung für die Tiere wird. Hier einige wichtige Hinweise dazu:

  1. Halten Sie mit Ihrem Boot Abstand, wenn Sie Delfine sichten (1 Boot mind. 200m, ab 3 Booten gleichzeitig mind. 400m). Fahren Sie nicht auf die Delfine zu, auch nicht mit langsamer Fahrt!
  2. Verhalten Sie sich wie ein Gast, die Delfine sind Ihre Gastgeber. Lassen Sie sie entscheiden, wie intensiv der Kontakt ausfällt. Wenn sie diesmal wegschwimmen, dann klappt es vielleicht beim nächsten Aufeinandertreffen.
  3. Versuchen Sie auf keinen Fall die Delfine zu berühren, oder oder sie zu füttern!
  4. Wenn sich die Delfine von Ihnen entfernen, versuchen Sie nicht, ihnen zu folgen. Sie würden damit die Tiere nur weiter vertreiben! Wenn sich Delfine für Sie und Ihr Boot interessieren, dann kommen sie von ganz alleine näher und bleiben meist so lange, bis Sie / Ihr Boot für Sie uninteressant geworden sind.
  5. Werfen Sie keinen Abfall ins Meer: Ein zufällig verschluckter Plastikbeutel kann einen Delfin töten!
  6. Versuchen Sie nicht mit den Delfinen zu schwimmen! Dies kann sowohl Sie (Delfine sind Raubtiere), als auch die Delfine gefährden (Übertragung von Krankheiten, insb. Infektionen der Atemwege).
  7. Benutzen Sie beim fotografieren kein Blitzlicht, Delfine haben sehr empfindliche Augen. Bei Aufnahmen von Deck sind lichtstarke Teleobjektive (ab 200mm) und je nach Sonneneinstrahlung auch lichtempfindliches Filmmaterial (ab 200 ASA) sowie ein Polfilter zu empfehlen, wenn die Tiere nicht nah ans Schiff kommen.



Dieser Beitrag entstand dank der freundlichen Genehmigung durch die GRD,
geschützes Bild- und Textmaterial hier verwenden zu dürfen.


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